Zwischen Bechlin und Kränzlin, aber auf bechlinerischem Grund und Boden, liegt eine unbedeutende Anhöhe, der „Räuberberg“ genannt, der nach schriftlichen Aufzeichnungenaus der Mitte des 18. Jahrhunderts auch „Hünnenwall“ hieß. Von ihm gibt es folgende Sage:

Auf dem Berge lag, heißt es, ehedem im Gebüsch versteckt, ein Raubschloß, das mit der steinernen Brücke des Kränzliner Damms durch einen Draht in Verbindung stand. Sobald nun ein Wagen über die Brücke fuhr, wurde durch diesen Draht eine Glocke im Schloss in Bewegung gesetzt. Auf dieses Zeichenbrachen der Raubritter und seine Leute aus dem Schloß hervor und plünderten die Reisenden aus. Zuletzt wurde es dem Ruppiner Grafen aber doch zu arg, und er drohte dem Herrn von Fratz, so hieß der Besitzer des Schosses, er werde ihm seine Burg anzünden, wenn er das Unwesen nicht ließe. Der aber lachte darüber und trieb sein Handwerk nach wie vor. Da passte der Ruppiner Graf einmal eine Zeit ab, zu der Fratz in Ruppin war, und schickte schnell seine Leute hinaus, die die Burg erobern und zerstören mussten.

Quelle: Haase, Karl Eduard: Sagen aus der Grafschaft Ruppin und Umgebung, 1. Teil: Sagen. Neuruppin 1887

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